Johanneskreuz in der Pfalz

  • Hallo Rollerfreunde,
    am Dienstag, 03.05.11, entschloß ich mich spontan mal wieder meinen "Dicken" etwas auszuführen.
    Es sollte dorthin gehen, wo ich bisher noch nicht gewesen bin, von dem ich aber schon gehört hatte, dem "Johanneskreuz", der bekanntesten Bikerstrecke in der südlichen Pfalz.
    Also rief ich meinen Freund Horst aus Mannheim an und fragte ihn, ob er Lust habe, mitzufahren. Genauso spontan sagte er zu.
    Da er zur Zeit meines Anrufs sich bei einem Bekannten in Ludwigshafen befand, kam ihm diese Tour gerade recht, da für ihn der Anfahrtsweg nicht so weit war.
    Gegen 16:00 Uhr fuhr ich von Darmstadt aus los (jaaa, war eigentlich schon etwas spät...:-)), auf die A67 Richtung Mannheim, am Viernheimer Kreuz auf die A6 Richtung Kaiserslautern. Bei Enkenbach-Alsenborn ab auf die B48 Richtung Hochspeyer, Neustadt (Weinstr.).
    Es war - glaube ich - in Bad Dürkheim, an einer Ampelkreuzung, da sagte und zeigte mir mein Navi "weiter nach rechts", ein Hinweisschild "Johanneskreuz" meinte allerdings nach links, mhmmm, was also tun?
    Ich schaltete mein Navi aus und folgte dem Hinweisschild!
    Nach einiger Zeit, es ging schön bergauf, tolle Kurven, die zum schnell fahren verleiteten, immer weiter, bis auf einmal der Straßenbelag völlig "abgefräßt" war und man höllisch aufpassen musste...
    Dann am oberen Scheitelpunkt der Straße plötzlich ein Hinweisschild "Weiterfahrt nur bis S...hof", so'n Schitt, was nun
    :oops: ?
    Rechts ging es den Berg wieder runter, also fuhr ich dann mal da lang. Ich kam in Kaierslautern-Mölschbach raus, wo lag das denn :help: ???
    Ich hielt an, rief meinen Freund Horst auf seinem Handy an, erzählte ihm, wo ich mich befand. Der nur am grinsen und meinte: "Da, wo du lang gefahren bist und jetzt stehst, da war ich vorhin auch, hab genauso dumm aus der Wäsche geschaut". "Frag mal bei dem Getränkehandel, der hat mir auch weiter geholfen, ich trink hier im Cafe Nicklis schon mal meinen zweiten Kaffe, toll, :angry2: ".
    Einen Getränkehandel konnte ich nicht ausfindig machen, aber eine Metzgerei. Der freundliche Angestellte erklärte mir den rechten Weg und so schaffte ich es auch noch, zum Cafe Nickles am Johanneskreuz anzukommen.
    Nach unserer Begrüßung gönnte ich mir einen leckeren Kaffe zum aufwärmen.
    Es war an diesem Tage - klar, war ja auch wochentags - sehr wenig los. Es kamen noch 4 Biker, die sich über richtig große Touren unterhielten. Einer war mit seiner TransAlp in Tunsesien gewesen und hatte ursprünglich vor, mit dem Bike mal nach Libyen zu fahren, fand aber bisher keinen Mitfahrer, wen wunderts...
    :nein:
    Zu späterer Stunde bestellte ich mir einen "Pfälzer Teller" (Saumagen, Leberknödel, Bratwurst, Sauerkraut), verdammt lecker, HAMMERHART :posi3:
    Der Junior-Chef, der übrigens auch als Koch fungierte, erzählte uns, dass man - bei Eingabe der korrekten Adresse des Cafe Nicklis - es nicht schaffen würde, den korrekten Weg zu finden, da alle Navis einen nach Trippstadt führen würden, welches 5-6 Km entfernt lege. Die Ortschaft "Johanneskreuz" sei in den Navis so nicht verzeichnet.
    Gegen 20:10 Uhr traten wir den Heimweg an, diesmal wieder mit Navi.
    Es zeigte uns einen völlig anderen Weg an, als auf der Hinfahrt. Nach ein paar Kilometern auf einer gut ausgebauten Straße, sollten wir plötzlich nach links fahren...eine Straße, ganz guter Zustand, aber eng und voll in den Wald hinein, kein anderes Auto, völlig menschenleer, als wenn hier schon lange keiner mehr gewesen war...
    :oops:
    Und das ging über 10 Kilometer so, völlig unberührte Natur, umgestürzte Bäume, toller Waldgeruch, einfach herrlich.
    Ein Reh stand mitten auf der Straße, als es uns ankommen sah, kletterte es eine Böschung bergauf und weg war es.
    ABER, wir waren richtig!
    Irgendwann kamen Schildernamen, die einem etwas sagten...
    Die Strecke und die Natur waren herrlich, mal etwas anderes, einfach toll.
    An Wochenenden soll es auf den Hauptstraßen hoch zum Johanneskreuz aber nicht ungefährlich sein. Viele Idioten, die völlig losgelöst heizen müssen, als wenn sie etwas versäumen würden und jedes Jahr unzählige Unfälle deswegen, mit Verletzten und leider auch Toten.
    Aber eines kann ich sagen:
    Es ist eine wunderschöne Strecke, tolle Natur und das Cafe Nicklis kann ich wirklich empfehlen. Sehr leckerer Kaffe, sehr gute Auswahl an Kuchen und Torten und das Essen, sau lecker. Und alles wirklich preiswert, TOP!
    :posi1:
    Ich hatte nur meine kleine Digi dabei, wollte erst keine Bilder machen, habe dann aber doch ein paar auf dem Areal des Cafe Nicklis geschossen.
    Es ist eine Rollertour wert, auf jeden Fall!
    :ja:


    Beste Grüße
    Rainer



  • Hallo Rainer,


    wir fahren mehrmals im Jahr von Hochspeyer in Richtung Hauenstein über das Johanniskreuz. Seit nunmehr über 2 Jahre ist die direkte Strecke zum Johanniskreuz gesperrt und man muß die neue Umgehung über Kaiserslautern fahren.
    Diese Waldstrecken sind inden Jahreszeiten Frühling und Herbst ganz besonders schön. Allerdings hast Du Recht, es gibt dort wirklich etliche total verrückte Motorradfahrer.


    Gruß
    Jochen
    :posi1:

    [color=#0000ff]Grüße aus dem Rheinland:
    Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen und trotzdem zu uns halten.....
    Das Lächeln das Du aussendest, kehrt zu Dir zurück.....

  • Carsten : Jaa, genau diesen Bikertreff bzw. diese Gegend meine ich. Es gibt noch ein weiteres Lokal an der Strecke, wovon allerdings viele - im Internet nachzulesen - abgeraten haben, es wäre Abzocke (Kaffe und Kuchen um die 10.- Euro). Dort muss es einen neuen Pächter geben, der sich für den ruinierten Ruf einsetzt und mit neuen, vernünftigen Preisen wieder Boden gut machen möchte.

  • @Jochen:
    Hallo Jochen, Gott sei Dank ist unter der Woche nichts los und ich bin keinem Raser begegnet.
    Was du über die Waldstrecke und die Natur erwähnst, kann ich absolut unterstreichen, verdammt schön...
    :posi3:

  • Danke Rainer,für den tollen Bericht.


    genau dort,wollte ich seit jahren schon mal hin.


    Vielleicht kannst Du ja mal ne Tour nach dort anbieten,als jetzt Ortskundiger.


    Wenn es so gut war,wirst Du doch sicher noch mal hin wollen.


    Ich wäre gerne dabei.


    Grüße vom Matthias aus Herborn :posi1:

    Laufe nicht der Vergangenheit nach
    und verliere Dich nicht in der Zukunft.
    Das Leben ist hier und jetzt !!!


    Nix is toller,als n` Roller :posi1:

  • Hallo Matthias,
    danke für die Blumen...
    :posi3:
    Ja, ich denke, das das würde sich einrichten lassen, noch einmal dorthin mit einer netten Truppe zu fahren, obwohl ich nun deswegen noch lange kein Ortskundiger bin.
    Aber ich werde darüber nachdenken!!!
    Kommt halt auch darauf an, ob es den Freunden aus der Gegend um Büdingen, Langenselbold, Rodenbach, Usingen und wo sie noch alle beheimatet sind, nicht zu weit wäre, bis zum Johanneskreuz.
    Es sind von mir aus (Darmstadt), über die Autobahn bis Abfahrt A6 Enkenbach-Alsenborn, dann über Bundesstraße bzw. Landstraßen schon ca. 113 Km, lt. Routenplaner.
    Mich selbst hätte es einmal interessiert, ob ich korrekt angekommen wäre, wenn ich an der besagten Ampelkreuzung mich nicht auf das Hinweisschild "Johanneskreuz" verlassen hätte, sondern mich weiterhin meinem Garmin zümo 550 anvertraut hätte, es hat mich eigentlich noch nie falsch geleitet.

  • Als "insider" der nicht weit weg wohnt vom Johanniskreuz ein Tip:
    fahrt nicht am Wochenende dort hin, dann ist die Hölle dort los, besonders von Johanniskreuz in Richtung Annweiler, durch das Welbachtal, wird aber nicht umsonst Wellblechtal genannt.
    Dort sind zu 80 % sind alle möglichen Organspender auf 2 oder 4 Rädern unterwegs. Geschwindigkeitsbegrenzung ist ein Fremdwort, die Rennleitung macht mittlerweile Fotos von vorne und hinten. Wer 3 mal hintereinander ein Passfoto abgeliefert hat, kann endlich wieder laufen.
    Die Anfahrt von Hochspeyer aus, ist immer noch gesperrt.
    Die Durchfahrt durchs Elmsteiner Tal ( der Ort heißt Elmstein ) ist an Sam-Sonn und Feiertagen für Zweiräder gesperrt. Es sei denn man hat eine Sondergenehmigung. Dieses wird streng kontroliiert und geandet. In der Woche eine herrliche Fahrstrecke, aber Vorsicht, die heißt nich umsonst Totenkopfstrecke, oder liegt es am Berg Totenkopf?
    Cafe Niklis, Selbstbedienung, Schlange stehen, aber sauber und preiswert.
    Das "Gasthaus" am großen Parkplatz vermeide ich immer noch. Gründe wurden genannt.

  • Hallo Paelzer,
    erst einmal recht herzlichen Dank für deine Tipps, finde ich super von dir, dass du Sachen nochmals erwähnst, auf die man achten sollte.
    :thanks0:
    Mein Problem ist, dass ich - wie einige andere Rollerfreunde auch - berufstätig bin, relativ spät nach hause komme, somit eine Tour unter der Woche für mich nicht möglich wäre.
    Natürlich ist es am Wochenende - wie du schreibst - viel zu voll und auch zu gefährlich.
    Da hatte ich mit meinem Freund Horst aus Mannheim ja Glück, dass wir unter der Woche gefahren sind. Wir mussten am Cafe Nicklis keine Schlange stehen, wir wurden sogar anständig vom Junior-Chef bedient.
    Also wäre dies - falls unter meiner Führung gewünscht - unter der Woche nur dann möglich, wenn ich einmal einen Gleittag oder Urlaub nehmen würde. Mal sehen, vielleicht lässt sich das ja einrichten. Es eilt momentan auch nicht und die Saison geht noch eine ganze Weile.
    Jetzt hat für mich sowieso erst einmal mein Norwegen-Urlaub Priorität, die Vorbereitungen laufen bereits.


    Herzlichen Dank für deine Infos und
    Beste Grüße
    :posi3:
    Rainer