Navi, wohin fährst du...

  • Es gab Zeiten, da hatte man sich aus Papier einen Routenplan erstellt und hat sich diesen auf den Tankrucksack oder mit einer sonstigen erfinderischen Halterung befestigt. Und wetterfest musste sie sein.

    Dann kamen die Navigationsgeräte für Schiffe, Autos und Motorräder.

    Die für Motorräder müssten speziell sein. Auch Wasserdicht, mussten mit Handschuhen bedient werden etc. Dazu kam, das man Touren damit planen konnte oder vom PC diese überspielen.

    Es gab dann viele Marken, TomTom und Garmin waren die bekanntesten. Doch schaut man heute auf die Homepage von Garmin findet man gerade noch ein Motorrad Navi.

    Was ist passiert? Das Smartphone ist auf die Welt gekommen und verändert nun langsam, aber sicher alles. Es gibt immer bessere Navigationssoftware für das Smartphone. Auch direkt für das Motorrad fahren. Das Smartphone gibt es sogar wasserdicht oder mit einer wasserdichten Halterung. Es kann sich wunderbar mit Helmen über Bluetooth verbinden. Viele neue Motorräder und Roller (BMW, Kymco, sogar die Vespa etc.) sehen gar kein separates Navi mehr vor, sondern verwenden ihr Tachodisplay als Navi. Auch wird der ganze Roller mit dem Smartphone gekoppelt. Man weiß wo er steht, wie es dem Motor geht, der Reifendruck stimmt und so weiter.

    Das wird die Zukunft sein. Das Motorrad Navi, wie wir es kennen oder kannten ist schon wieder veraltet.


    Nur so mal meine Gedanken.

    Grüße Carsten

    Piaggio X10 Exekutive, eine Legende

  • Da ist was wahres dran. Einzige Einschränkung sind Vibrationen. Die kann das Handy nich so ab.

    Habe ein TomTom 450 und bin eigentlich zufrieden. An der Spyder hatte ich ein Garmin. (Serienausstattung)

    Mir ist aber das TomTom lieber.

    Grüße vom Horscht aus'm Spessart :bye2:

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  • Hallo Carsten im grossen und Ganzen muss ich dir recht geben

    aber für mich ist das nix
    von A nach B mag ja noch gehen

    aber eine geplante Tour mit vielen Punkten ist auf dem Handy viel zu umständlich
    und die Grösse vom Handy ,der DatenVerbrauch ,

    die Ablesbarkeit ,sowie der Akkuverbrauch schrecken mich immer noch ab


    deswegen habe ich mir jetzt gerade das Tomtom 550 gekauft

  • Also ich hab ja noch nicht mal den Sprung vom Zettel in der Scheibe zum Navi so richtig geschafft... :oops:


    Demnächst kommt dann das Head Up-Display im Helm - und danach das Head In-Display im Hirn... :help:


    Nein, ich bleibe noch ein Weilchen beim Zettel, und sich hin und wieder zu verfahren kann ja auch ganz schön sein. :posi1:

  • Ich navigiere jetzt schon das 3. Jahr mit dem Smartfon.

    Mit einem 6 Zoll Bildschirm ist alles gut zu erkennen.

    Ein USB-Kabel sorgt für endlos viel Strom, so das sich während der Fahrt der Akku sogar aufläd.

    Als Navi-App benutze ich entweder Google oder Calimoto.

    Wer Calimoto kennt, weiß wie einfach es ist, eine Route zu planen.

    Planen lässt sich übrigens auch am heimischen Bildschirm, und dann die Tour auf Händi übertragen.

    Das Smartfon hat auch bis jetzt (ca. 3 Jahre) alle Erschütterungen problemlos weggesteckt.

    Übrigens ein Cubot aus China für 89 Euronen im Internet erworben.

    Und ganz nebenbei kann ich auch noch telefonieren und Fotos oder Filme machen.

    Aus diesen Gründen bleibe ich bei diesem System.

  • Wir fahren ja viel zu Wohnmobilstellplätzen, die möglichst irgendwo in der Landschaft an Bachläufen oder Seeufern liegen und auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Da helfen uns die GPS-Koordinaten, die in jeder Beschreibung der Stellplätze enthalten sind. Wir geben diese Koordinaten in unser (LKW)Navi ein und los geht es. Die GPS-Daten sind auf ca. 5 m genau und hervorragend für unseren Zweck geeignet.


    Wir hatten nur einmal Pech, als in Polen der Besitzer des Stellplatzes die Koordinaten seiner Wohnung veröffentlicht hat und nicht die des Stellplatzes. Wir standen plötzlich mitten im Ort. Da haben wir uns nach Altväter Sitte mittels Fragen beholfen. Ein freundlicher Pole ist zu uns ins Fahrzeug gestiegen und hat uns zu dem Stellplatz, der einige Kilometer entfernt mitten im Wald lag, geführt. Wir dachten übrigens, dass da ein Restaurant wäre, weil im Stellplatzführer die Rede von "warmer Küche" war. Es handelte sich um eine Kochmöglichkeit am Stellplatz, die beheizbar war. Gut, dass wir Vorräte im Wohnmobil hatten.

    Viele Grüße aus Rodenbach


    Rudi


    sm.laola
    1998-2000 Hexagon125 (18Tkm), 2000-2002 Burgman400 (27Tkm), 2002 b.a.w. Burgman650 K3 (z.Z. 88Tkm)
    Es geht viel besser, wenn wir nicht versuchen, den Wind zu ändern, sondern daran arbeiten, die Segel richtig zu setzen (frei nach Aristoteles).

  • Moin!

    Ja, auch ich "Mopped-Senior i.R." kann natürlich ´was dazu sagen, denn ich hatte wohl als erster ein Navi im K4-Roller, nicht nur am..
    Das war seinerzeit so 2004 eines der ersten von Philips, das CARIN (Car Information & Navigation System). Unter der Sitzbank war
    der festinstallierte Rechner, fast in DIN-A-4 Größe, für die CD (später dann DVD) und mit einem kleinen Monochrom-Bildschirm
    (gedacht für auf das Armaturenbrett IM Auto, ich baute den auseinander und macht ihn wasserfest mit viel Silikon im Rahmen),
    der nur die Route mittels Pfeil anzeigte. Die dazugehörige Kreuzung oder Abbiegung mußte man selbst dazu denken, was aber
    anfangs eigentlich gar nicht schwer war. Und da ich noch nie richtig mit dem Kartnelesen klar kam, war ich heilfroh um das CARIN.
    Es machte meine Ortsunkenntnis unwichtig.
    Das Navi ging dann bei Rollerwechsel sofort auf die nachfolgenden Roller K5, danach gab´s im neuen K6 dann den Nachfolger, das
    VDO-Dayton, welches schon eine Bedien-FB hatte, was auch das Suchen nach neuen Zielen während der Fahrt ermöglichte.
    Allerdings mußte ich immer beim Überschreiten der Landesgrenze auch immer die entsprechende DVD neu einlegen. Planungen gingen
    ja immer nur bis an Deutschlands Grenzen...
    Die ersten CD´s mußte ich kaufen, so für 180.-DM (wenn ich´s recht erinnere), der Nachbarssohn hat sie mir auf einen Rohling kopiert
    und derweil war die CD schon weiterverkauft, an meinen Schwager, für sein eingebautes Navi in seinem 7-er BMW.
    So hatte ich 2x im Jahr die neueste, preiswerte Navigationssoftware und das war echt toll. Und war mich auch wichtiger, als ein Radio
    an Bord.
    > Heute ärgert´s mich, wenn ich dem Navi in meinem Auto SAGE, wohin ich will, z.B. "SONDERZIELE - FLUGHAFEN FRANKFURT" und
    das Ding mich dann fragt, ob ich nach "ULM, BAHNHOF" wolle...
    .

  • Ich finde schon interessant, wie jeder auf seine vollkommene unterschiedliche Weise, seine "Erfahrungen" mit seinem / dem oder den Navis gemacht hat. Auch die Sichtweise, was brauche ich, was brauche ich nicht.

    Aber wir seht ihr das, wenn ihr zu einem bestimmten "Navi" sozusagen gezwungen werdet. Wie bei BMW oder Kymco.

    Dort ist im Display vorinstalliert ein Navi drin. Das muss aber gegen einen hohen Aufpreis aktiviert werden. Routen aufspielen, wie wird das funktionieren? Auf der anderen Seite, sehen diese Roller Hersteller eine Anbringung eines fremden Navis nicht vor. Also nur mit richtiger Bastelei. Der Hintergrund ist klar, die Roller Hersteller wollen damit selber Geld machen.


    Was würdet ihr nun machen, wenn es bei eurem nächsten lieblings Roller auch so wäre? Würdet ihr denn hohen Preis für das eingebaute Navi bezahlen? Oder basteln, was ggf. blöd aussieht und kompliziert ist, weil definitiv nicht vorgesehen? Oder ganz extrem, die Rollermarke Wechsel?


    Wieder so eine Überlegung.

    Gruß Carsten

    Piaggio X10 Exekutive, eine Legende

  • Wenn Du den Roller haben willst, Carsten, kannst Du ja nichts dagegen unternehmen - es sei denn, Du aktivierst die Navi-Funktion nicht. Bei den eingebauten Navis in Autos hast Du das gleiche Problem: Die Updates sind extrem teuer und kosten so viel wie ein neues Navi für das Amaturenbrett. Wenn es geht, schließe ich das Navi beim Kauf aus, aber manchmal geht es nicht. Das Navi ist in bestimmten Ausstattungspaketen enthalten. Deswegen wechsele ich aber nicht die Marke.


    Apropos basteln: Früher war das immer notwendig, also kein Problem - man hat ja Erfahrung.

    Viele Grüße aus Rodenbach


    Rudi


    sm.laola
    1998-2000 Hexagon125 (18Tkm), 2000-2002 Burgman400 (27Tkm), 2002 b.a.w. Burgman650 K3 (z.Z. 88Tkm)
    Es geht viel besser, wenn wir nicht versuchen, den Wind zu ändern, sondern daran arbeiten, die Segel richtig zu setzen (frei nach Aristoteles).

  • Rudi, prinzipiell hast du vollkommen Recht. Nur nutze ich mein doch etwas spezielles Motorrad Navi anders als beim Auto. Ich habe für mein Auto nie eine Tour geplant. Da ist für mich primär wichtig die Staus und wie komme ich schnellstens hin.

    Beim Motorrad Navi ist es anders. Ich will eine spezielle Route fahren, entweder vom Navi (kurvenreich etc.) berechnet oder selbst am PC entworfen oder von einem Freund bekommen. Dafür ist das Motorrad Navi mit einer speziellen Software ausgestattet.

    Deshalb würde ich mal das Thema Auto und Navi hier mal ausblenden wollen.


    Und gerade ein externes Navi an die neuen Roller basteln wird einem extrem schwierig gemacht. Die Anschlüsse liegt extrem ungünstig und die Möglichkeit eine Halterung anzubringen ist auch schwierig.


    Aber wahrscheinlich wirst du Recht haben, wenn man den Roller will, wird man ihn kaufen. Es gibt dann bestimmt bald ein Headup Display für den Helm.


    Wäre übrigens eine coole Idee.

    Hallo Hersteller, ich möchte den ersten Prototypen ausprobieren.

    Piaggio X10 Exekutive, eine Legende

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  • Moin!

    Ja, Carsten, vor der Frage stand ich vor einem einem Jahr auch, als ich mir einen neuen Alltagswagen kaufte. Ich kaufe ja nur Vorführer,
    also ca. 4-6 Monate alt, und da muß ich nehmen, was da ist.
    Ich hatte all die letzten Jahre das "Comand", bzw. dann "Comand Online" in den Autos, was zwar sehr teuer, aber dafür auch erfahrungsgemäß
    sehr gut war.
    Jetzt war das Auto zwar genau das, was ich wollte (erstmals ein 4-matic) aber das eingebaute Navi ist ein "APS 50" mit Software von TomTom.
    Leider ist das aber das schlechteste Navi, was ich je hatte. (Ich weiß, daß MB in die Software vom TomTom reingeredet hatte, so ist das Navi
    also kein echtes TomTom)
    Darum würde ich beim nächsten Autokauf ganz darauf verzichten, zumal alle 6-7 Monate ein Update 130.-Eu kostet, und mir ein mobiles
    GARMIN (oder so) dazu kaufen. So hab ich das auch in meinem Oldy, das ist einfach, kostengünstig und sehr gut !
    Und man kann´s auch einfach mit in den Urlaub nehmen...

  • Moin zusammen,

    habe hier viel gelesen und mir dann so meine Gedanken gemacht. Als erstes "Navi" hatte ich ein kleines PDA. Man mußte immer eine kleine Klappe ausklappen um Satellitenempfang zu bekommen. Wenn man über die Grenze fuhr konnte man einen sogenannten "Tunnel" errichten um z.B. nach Paris zu navigieren. In der Stadt selber funktionierte es dann wieder wunderbar. Bestückt war es mit meiner bis heute Lieblingssoftware von Navigon. (Leider von Garmin getötet, weil zu gut).

    Zum Thema Planung:

    Selbst mir der PDA konnte ich Routen zu Hause planen und dorthin verschieben. Ich weiß nicht wo ich überall hin gefahren bin mit dem Gerät. Kann mich nur noch erinnern das in Höhe Schweinfurt plötzlich das Ladekabel aus dem Gerät herausrutschte und ich auf dem Schlauch stand. (War ja alles geplant)

    Habe mir dann dort 2007 das erste Navigon Gerät gekauft und war überglücklich weil hier die Option "schöne Route" direkt angewählt werden konnte. Diese Geräte haben mich bis zum Verkauf an Garmin begleitet (zwei habe ich aber immer noch) Eins im Modus, eins in Reserve zu Hause. Das eingebaute im Cascada funktioniert überhaupt nicht...Katastrophe. Dort kommt fast grundsätzlich das Smartphone zum Einsatz (bei mir mit kurviger.de) und ich habe schon Strassen gefunden die mir Navigon nie gezeigt hat und viele wissen wie lange wir schon im Februar in den Spessart fahren.

    Auch ist jetzt in diesem Jahr geplant die "alte" Tremola über den Großglockner zu fahren, von der ich nicht mal mehr wußte das sie überhaupt noch zu befahren ist. Habe ich vor 35 Jahren mal mit dem Reisebus befahren.

    Wenn ich nur von A nach B fahre benutze ich google Auto, bekomme aktuelle Verkehrsinfos, Umfahrungen und alle Infos zur Route.

    Ich weiß nicht ob das "deutsche" Satellitendings noch jemals an den Start geht, daher lasse ich mich von den genannten Optionen führen mit denen ich nur die besten Erfahrungen gemacht habe.


    Grüße nach Büdingen....

  • Ich weiß nicht ob das "deutsche" Satellitendings noch jemals an den Start geht, daher lasse ich mich von den genannten Optionen führen mit denen ich nur die besten Erfahrungen gemacht habe.


    G2rüße nach Büdingen....

    Das europäische "Satelliten-Dings" - GALILEO - ist seit 2016 in Betrieb und wird auch von neueren Navis und Smartphones, die die Frequenzen von Galileo empfangen können ("A-GPS"), auch genutzt. Bis Ende des Jahres sollen auch die 3 Reserve-Satelliten gestartet sein. Auch das russische GLONASS-System wird von neueren Empfangsgeräten genutzt.

    Viele Grüße aus Rodenbach


    Rudi


    sm.laola
    1998-2000 Hexagon125 (18Tkm), 2000-2002 Burgman400 (27Tkm), 2002 b.a.w. Burgman650 K3 (z.Z. 88Tkm)
    Es geht viel besser, wenn wir nicht versuchen, den Wind zu ändern, sondern daran arbeiten, die Segel richtig zu setzen (frei nach Aristoteles).

  • Moin Rudi,

    1:0 für dich....Das habe ich noch nicht gewußt. Aktuell versuche ich Aufgrund einer Einstellung ein neues Navi für meinen Job zu finden. Mit Garmin kann und will ich nicht, Tomtom ist in der Routenführung nichts für mich, Sygic habe ich als App gerade wieder deinstaliert weil es mich in 8 Tagen dreimal bald in eine nur für Anwohner freie Straße gführt hat.

    Es ist schwer ein wirklich gutes LKW Navi zu finden, Apps gibt es in dem Bereich auch wohl noch keine gescheiten. Also jedes Wochenende weiter suchen..


    Grüße

  • Gibt es auf Trucker-Foren keinen Informationsaustausch?

    Viele Grüße aus Rodenbach


    Rudi


    sm.laola
    1998-2000 Hexagon125 (18Tkm), 2000-2002 Burgman400 (27Tkm), 2002 b.a.w. Burgman650 K3 (z.Z. 88Tkm)
    Es geht viel besser, wenn wir nicht versuchen, den Wind zu ändern, sondern daran arbeiten, die Segel richtig zu setzen (frei nach Aristoteles).